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Schäferleben

"Das Schäferleben, das hat uns Gott gegeben, aber das Pferchen bei der Nacht, das hat der Teufel gemacht!"

Dieser Spruch stammt aus einer Zeit, als der Schafdung für den Bauern noch einen echten Wert hatte. Die Schafe wurden damals über Nacht in Holzhürden, verbunden mit Eisenstangen, eingepfercht und Nachts bzw. früh morgens wurde dieser Pferch vom Schäfer "umgeschlagen" um den Dünger (Mist) großflächig auf dem Acker zu verteilen. Der Schäfer bekam hierfür vom Bauern eine kleine Entlohnung. Der Pferch wurde in einigen Gegenden Deutschlands sonntags nach dem Gottesdienst "verstrichen", d.h. es wurde geklärt auf welchem Acker, bei welchem Bauern der Schäfer seine Tiere Nachts zu pferchen hatte.

Heute werden die Schafe in Elektronetzen eingezäunt und der damals so wertvolle Schafdung durch Kunstdünger ersetzt. Lediglich in der biologischen Landwirtschaft hat der Schafmist eine gewisse Bedeutung beibehalten.

Inzwischen sind die meisten Schäfer "Nomaden der Landstraße" geworden. Die wenigsten wohnen heute längere Zeit bei der Herde in einem Wohnwagen. "Schäferkarren" kann man fast nur noch im Museum sehen.
Trotzdem hat der Beruf etwas Archaisches behalten und übt auf viele Menschen eine große Faszination aus. Interessant ist hierbei, dass oft nicht erkannt wird, welch große Entbehrungen der Beruf oder das Schäferleben mit sich bringen. Aber vielleicht sind es gerade die Entbehrungen die den Menschen auch ein Stück weit zufriedener und glücklicher werden lassen?

Wer sich dazu entscheidet Schäfer sein zu wollen, wird einen 10 - 15 Stunden andauernden Arbeitstag akzeptieren müssen. Idyllische "Aussteigerträume" weichen einem sehr naturnahen, realen Leben mit allen dazugehörigen Glücksmomenten, die erst durch Entbehrungen erlebbar werden.
Ein guter Schäfer hütet die Schafe weil er sie liebt. Die Familie muss oft zurückstecken, weil die Schafe im Vordergrund stehen. Sind die Schafe nicht in einem gepflegten Zustand, bringen sie auch kein Geld ein.
Es fällt dem Schäfer schon schwer, alte Schafe zu "merzen" die ihm viele Lämmer aufgezogen haben. Es ist ein Spagat zwischen Tierliebe und finanziellen Zwängen.

Eine Schafherde ist auf ihren Schäfer fixiert, genau wie die Hunde.

Hütetechnik

"Ruhe und Rast ist die halbe Mast"

Die heute bei uns übliche Hütetechnik hat sich in Jahrhunderten entwickelt. Sie beruht auf Wissen und Erfahrungen.
Es gilt eine optimale Ernährung und die wiederkäuergerechte Versorgung, sowie die Aufrechterhaltung und Gesundheit der Tiere zu beachten.
Die jeweilige Hütetechnik hängt von verschiedenen Faktoren ab.
- Zustand, Alter und Nutzungsrichtung der Schafe
- Größe und Form der der abzuweidenden Fläche
- Vegetationsstadium

Das Hüten sollte mit der allermöglichsten Ruhe und im harmonischen Einklang ablaufen. Je besser das Gespann Schäfer - Herde - Hund kooperiert desto leichter sind die Schafe zur Sättigung zu führen.
Daher das Sprichwort: Ruhe und Rast ist die halbe Mast



Bei diesem Männertanz handelt es sich um einen alten wendländischen Schäferbrauch. Die Energie des Futters (in diesem Fall Heu) soll aufgewertet werden. Dies geschieht durch rhythmisches hin und her Stampfen und gleichzeitiges tiefes, bärenähnliches Brummen

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