Tiergestützte Pädagogik

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Tiergestützte Pädagogik

"Tiergeschützte Pädagogik"? Was ist das, werde ich hin und wieder gefragt, wenn ich mit jemandem zum ersten Mal darüber spreche. Nun, "tiergestützte Pädagogik" wurde von dem amerikanischen Kinderpsychotherapeuten Boris M. Levinson entdeckt. Als er zufällig während einer Therapiestunde die Wirkungen seines Hundes beobachtete, fiel ihm auf, dass sich mit Hilfe des Hundes ein Zugang zu dem bis dahin verschlossenen Kind entwickelte. Levinson fasste dies in dem Satz zusammen:
"Die Mensch-Tier-Therapie ist ein Personenprozess, indem ein Tier als Gefährte in das Leben einer Person einwirkt, mit dem Ziel, auf ihren gesundheitlichen Zustand positiv einzuwirken"

Seit den 70er Jahren wird weltweit auf diesem Gebiet geforscht und auf diesem wissenschaftlichen Ansatz basiert auch die tiergestützte Pädagogik.

Während meiner Ausbildung zum Erzieher habe ich festgestellt, dass viele Dinge, die für mich und meine Familie bis dahin im Zusammenleben mit Tieren selbstverständlich gewesen sind, sich als vielfältige fachliche Möglichkeiten darstellen, über die Tiere als Mittler pädagogisch mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. So ist die Weiterbildung zum tiergestützten Pädagogen (siehe: www.lernen-mit-tieren.de) für mich eine optimale Ergänzung zu meiner Arbeit als Erzieher.



Der Umgang mit einem solch kleinen Kaninchen erfordert ein hohes Maß an Verantwortung und Respekt und befriedigt das Bedürfnis nach Zuwendung. Gleichzeitig, ganz nebenbei, übt sich die Feinmotorik beim Berühren dieses zarten Stück jungen Lebens.

Tiere sind Gesprächspartner, die voller Teilnahme geduldig und ohne Widerrede ihrem Gegenüber zuhören.
Tiere sind "wertfrei" d.h. sie nehmen den Menschen an so wie er ist.
Das Einbeziehen von Tieren bietet Kindern die Möglichkeit sich zu öffnen und Beziehungen einzugehen, indem sie z.B. einem Tier jederzeit alle Sorgen und Nöte anvertrauen können. ( "Geheimnisträger" ) Die soziale Isolation in die manche Kinder geraten sind kann dadurch überwunden werden. Oft bieten die Tiere die erste Möglichkeit um erneut Kommunikation einzuüben und zu festigen.

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